Am 2. März fand in der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein im Rahmen unseres Projektes ein Infoabend zum Thema Problempflanzen statt. Im Fokus standen das Jakobskreuzkraut, die Herbstzeitlose und die Vielblättrige Lupine. Ziel war es insbesondere, Landwirten der Region Informationen über die Eigenschaften dieser Pflanzen sowie konkrete Handlungsempfehlungen zu vermitteln.
Dr. Dominik Schüßler, Projektleiter, gab einen Einblick in unser LIFE-Projekt. Herr Henner Braach, Vizepräsident des WLV, eröffnete den Abend mit einer Einführung in die historische Entwicklung des heimischen Jakobskreuzkrauts und erläuterte, wie es zur Problempflanze geworden ist.
Frau Prof. Dr. Mantilla-Contreras stellte die Eigenschaften des Jakobskreuzkrauts, der Herbstzeitlosen und der Vielblättrigen Lupine vor und zeigte die Gefahren ihres Vorkommens auf der Weide sowie im getrockneten Heu für Weidetiere auf.
Der Hauptteil des Abends war der Vortrag über die Erfahrungswerte aus dem Projekt „Antago Senecio“, präsentiert von M.Sc. Johanna Lill und Dipl.-Ing. Jörn Milnikel.
Zum Abschluss des Abends fasste Dr. Dominik Schüßler die wichtigsten Handlungsempfehlungen für Landwirte zusammen: Nach der Befahrung von Flächen mit Problempflanzen sollten Maschinen gereinigt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. Offene Bodennarben begünstigen das Wachstum von Jakobskreuzkraut, daher sollten Fahrspuren möglichst vermieden. Bei geringem Bestand ist das konsequente Ausreißen der Pflanzen empfehlenswert, während bei größerem Bestand das Entfernen der Blütenstände im Fokus stehen sollte, um die Samenbildung zu reduzieren.
Mehr über das Projekt „Antago Senecio“ finden Sie unter: https://antagosenecio.wordpress.com/