Die invasive Staudenlupine (Lupinus polyphyllus) stammt ursprünglich aus Nordamerika, breitet sich aber mittlerweile stark in den deutschen Mittelgebirgen aus. Im Erzgebirge, der Rhön, dem Hohen Westerwald bildet sie bereits Dominanzbestände und verdrängt dadurch einheimische Pflanzenarten. Eine besondere Gefahr besteht dabei im Eindringen der Staudenlupine in besonders magere Standorte. Auf Magerwiesen und -weiden, wo zum Beispiel seltene Orchideen vorkommen, verändert die Staudenlupine nachhaltig den Nährstoffgehalt des Bodens: Durch Bindung von Stickstoff wird der Boden gedüngt und es verschwinden die seltenen einheimischen Pflanzenarten.
Zum Schutz unserer Ökosysteme und Pflanzengesellschaften wird die Staudenlupine im LIFE-Projekt bekämpft. Durch Ausstechen von Einzelpflanzen und wiederholtes Mulchen von Dominanzbeständen soll die Staudenlupine aus unseren Naturschutzgebieten wieder verdrängt werden. Eine solche Maßnahme findet derzeit im Naturschutzgebiet „Grabland“ in Niederdresselndorf statt.