Schwarzspecht

Blauschillernder Feuerfalter: Positive Entwicklung im LIFE-Projekt

Warme und trockene Witterungsbedingungen sowie gezielte LIFE-Maßnahmen schaffen gute Voraussetzungen für L. helle.

Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle): Männchen

Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle)

Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle) auf Schlangenknöterich (Bistorta officinalis): Männchen

Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle): Weibchen

Das Jahr 2026 erwies sich als ausgesprochen gutes Falterjahr für L. helle. Die warmen und trockenen Witterungsbedingungen sorgten für günstige Entwicklungs- und Flugbedingungen. Entsprechend begann die Flugzeit vergleichsweise früh und erstreckte sich von Ende April bis Mitte Juni.

Im Rahmen des Monitorings konnte L. helle insgesamt in drei FFH-Gebieten – dem „Buchheller-Quellgebiet“, den „Bergwiesen Lippe mit Buchheller- und Mischebachtal“ sowie dem „Weier- und Winterbach“ – bzw. in fünf Naturschutzgebieten – Mückewies, Lipper Höhe, Buchhellertal und Weier-Winterbach – nachgewiesen werden.

Der Tageshöchstwert lag gebietsübergreifend bei insgesamt 180 Individuen. Davon entfielen 120 Individuen auf die FFH-Transekte und weitere 60 Individuen auf die LIFE-Transekte. Damit lag der erfasste Tageshöchstwert deutlich über dem Wert des Vorjahres: 2025 wurden insgesamt 147 Individuen festgestellt.

Die positive Entwicklung von L. helle wird dabei nicht allein durch die günstigen Witterungsbedingungen begünstigt. Auch die im Rahmen des LIFE-Projekts durchgeführten Maßnahmen tragen wesentlich zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensräume des Falters bei. Dazu zählen insbesondere die Entbuschung, die extensive Bewirtschaftung der Flächen, die Wiederherstellung von Grünland sowie die gezielte Entfernung invasiver Arten. Durch diese Maßnahmen werden offene, strukturreiche und für L. helle geeignete Lebensräume erhalten, aufgewertet und teilweise neu geschaffen.

Das Zusammenspiel aus günstigen Witterungsbedingungen und den kontinuierlich durchgeführten Maßnahmen des LIFE-Projekts schafft somit gute Voraussetzungen für eine stabile und positive Bestandsentwicklung von L. helle. Die Ergebnisse des Monitorings bestätigen insgesamt ein sehr gutes Flugjahr 2026 und unterstreichen die Bedeutung der langfristigen Pflege und Entwicklung der Lebensräume für den Erhalt der Art in den untersuchten Schutzgebieten.