Schwarzspecht

Exkursionswoche mit Studierenden der Universität Hildesheim

Vergangene Woche fanden mehrere Exkursionen mit Studierenden der Universität Hildesheim statt. Die Exkursionen wurden überwiegend in der Projektkulisse des LIFE 4 Siegerlandscapes Projektes durchgeführt.

Gruppenfoto im NSG Großer Stein

Exkursion und Falterfang im Buchhellerquellgebiet

Marsch durch Feucht- und Pfeifengraswiesen

Fotos: Jasmin Mantilla- Contreras, Karsten Cieslik

In der vergangenen Woche erlebten die Studenten der Universität Hildesheim eine Exkursionswoche, die sie zu den Naturschätzen des Siegerlandes führte. Von Dienstag bis Samstagabend erkundeten die Teilnehmer verschiedene Termine, bei denen sie die einzigartige Natur und die Schutzprojekte des Gebiets kennenlernen durften.

Die Woche begann am Dienstag mit einem Besuch des NSG und ehemaligen Truppenübungsplatzes Trupbacher Heide. Dort erfuhren die Studierenden viel über die Heidelandschaft, die hier zu finden ist, und wurden über die Wiederansiedlung der Gelbbauchunke informiert - eine bedrohte Amphibienart, die in der Region wieder angesiedelt wird.

Mittwochs stand das FFH- Gebiet Buchhellerquellgebiet auf dem Programm. Während der Exkursionen wurden Tagfalter durch Kescherfang bestimmt, was den Studenten die Möglichkeit gab, die faszinierende Vielfalt dieser farbenfrohen Insekten zu entdecken. Ebenfalls dokumentierten sie die gesichteten Vogelarten. In der Nacht fand ein spannender Fledermaus-Netzfang im Naturschutzgebiet Großer Stein statt, die den Studenten die faszinierende Welt dieser nachtaktiven Säuger näherbrachte.

Am Donnerstag führte die Exkursion die Teilnehmer auf den Großen Stein, wo sie eine Einführung in verschiedene Wald-FFH-Lebensraumtypen und deren Arten erhielten und selbst eine Biotopbaumkartierung erproben konnten. Im Anschluss daran begaben sie sich ins Wetterbachtal, wo Bodenbrüter und Greifvögel beobachtet werden konnten. Hier wurden ebenfalls Tagfalter mittels Kescherfang bestimmt und die ornithologischen Beobachtungen dokumentiert.

Der Freitag begann mit dem Besuch des ehemaligen Grubengeländes in Littfeld, das von Schwermetallrasen geprägt ist. Hier hatten die Studenten die Möglichkeit, die besondere Flora dieser Standorte zu erkunden und mehr über die Anpassungsfähigkeit der Pflanzen an die extremen Bedingungen zu erfahren. Am Nachmittag statteten sie der Biostation Siegen-Wittgenstein einen Besuch ab und lernten die verschiedenen Projekte zum Schutz der heimischen Fauna und Flora kennen.

Am Samstagvormittag erkundeten die Teilnehmer die Grünland- und Wald-Lebensraumtypen des FFH-Gebiets Weier-Winterbach. Den Abschluss der Woche bildete der Leuchtabend im Buchhellerquellgebiet. Hier konnten die Studenten eine Methode beobachten, bei dem Nachtfalter durch zwei Leuchttürme angelockt wurden. Sie hatten die Möglichkeit, diese Insekten zu identifizieren und mehr über ihre ökologische Bedeutung zu erfahren.

Insgesamt war die Exkursionswoche für die Studenten der Universität Hildesheim eine lehrreiche und hoffentlich unvergessliche Erfahrung. Sie lernten die Bedeutung von Naturschutzprojekten wie LIFE 4 Siegerlandscapes kennen und erlangten wertvolles Wissen über die Artenvielfalt, den Schutz und die Rekultivierung bedrohter Lebensräume. Sie erhielten nicht nur wertvolles Wissen über die einzigartige Natur des Siegerlandes, sondern konnten auch aktiv zur Erfassung und Dokumentation der Artenvielfalt beitragen.