Auch im Jahr 2026 wurden die Brutbestände von Rotmilanen und weiteren Greifvögeln im Projektgebiet intensiv kontrolliert. Insgesamt konnten sechs Rotmilanhorste mit erfolgreicher Brut bestätigt werden. Vier dieser Horste lagen innerhalb des Vogelschutzgebietes (VSG), zwei weitere in unmittelbarer Nähe bzw. innerhalb der entsprechenden Reviere.
Bei den sechs Rotmilanbruten konnten insgesamt 11 Nestlinge beobachtet werden. In Wahlbach wurden drei Nestlinge festgestellt, wobei mindestens ein Jungvogel vermutlich der Prädation zum Opfer fiel. In Burbach wurden zwei Nestlinge erfolgreich flügge. In Altenseelbach wurden ebenfalls zwei Nestlinge festgestellt, von denen mindestens einer flügge wurde. In Lippe (S&S), am Großen Stein und an einem weiteren Brutplatz wurde jeweils ein Jungvogel erfolgreich großgezogen und flügge.
Neben dem Rotmilan wurden auch weitere Greifvogelarten erfasst. Bei den Habichten konnten drei Horste mit erfolgreicher Brut nachgewiesen werden, ohne dass die genaue Zahl der Nestlinge bestimmt werden konnte. Beim Mäusebussard wurden drei Horste festgestellt, von denen zwei eine erfolgreiche Brut aufwiesen. Auch ein Wespenbussardhorst in Altenseelbach wurde dokumentiert; dort wurde ein Nestling beobachtet, der erfolgreich flügge wurde.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Projektgebiet auch 2026 wichtige Brut- und Lebensräume für verschiedene Greifvogelarten bietet. Das kontinuierliche Monitoring liefert dabei wertvolle Informationen über Bruterfolg, Bestandsentwicklung und mögliche Gefährdungen und bildet damit eine wichtige Grundlage für den langfristigen Schutz der Greifvögel.