QR09: Aus Wald wird Wald
Was ist ein standorttypischer Wald im Siegerland?
Es ist kein Eichen- und auch kein Fichtenwald. Während die weite Verbreitung der Eiche ein Zeichen der historischen Waldnutzung in Form der Hauberge des Siegerlandes ist, stellt die Fichte eine Anpassung an die moderne Forstwirtschaft und die schnelle Bereitstellung von Holz dar. Natürlicherweise sollten die meisten Standorte in Mitteleuropa von Buchen dominiert sein. Bachbegleitend tauchen mehr Erlen auf, an steileren Hängen mehr Ahorn, Eschen, Linden und Ulmen.
Sie sehen vor sich einen kleinen Pfad. Wenn Sie diesem Pfad folgen, sehen Sie eine Fläche, die im Rahmen des LIFE-Projektes in einen standorttypischen Laubwald umgewandelt wird. Hier standen zuvor Hybridpappeln, eine Kreuzung verschiedener Pappelarten, die sich vor allem durch ihr schnellen Wachstum auszeichnet. In der Forstwirtschaft werden Hybridpappeln gerne als Vorwald genutzt, der für einen späteren Nutzwald günstige Bodenverhältnisse und mikroklimatische Bedingungen schaffen soll. Nach einer mehrjährigen Anwuchsphase werden die Hybridpappeln dann zu Gunsten der wünschenswerten Baumarten aus dem Bestand herausgepflegt. Auf dieser Fläche ist dies jedoch nicht passiert. Stattdessen konnten die Hybridpappeln ein stattliches Alter und eine Höhe von etwa 30 m erreichen.
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