QR19: Erlen-Eschen-Auwald

Erlen mögen es nass!

Genauer gesagt Schwarzerlen (Alnus glutinosa). Zusammen mit gemeinen Eschen (Fraxinus excelsior) bilden sie an nassen Standorten, in Auen und entlang von Bachläufen den europaweit schutzwürdigen Lebensraumtypen der Erlen-Eschen-Auwälder.

Zu den Tierarten, die hier einen Rückzugsort gefunden haben, zählen Kleinspecht (Dryobates minor), Eisvogel (Alcedo atthis), Ringelnatter (Natrix natrix), Blauflügel Prachtlibelle (Calopteryx virgo) und Feuriger Perlmutterfalter (Argynnis adippe).

Aufgrund von Flussbegradigungen und Trockenlegung von Feuchtgebieten sind Erlen-Eschen-Auwälder in den letzten Jahrzehnten immer seltener geworden. Dabei stellt besonders eine hohe Überflutungsdynamik in diesem Lebensraum einen wichtigen Bestandteil zur Schaffung vieler unterschiedlicher ökologischer Nischen dar. Durch die Renaturierung dieser bachbegleitenden und quellnahen Wälder können zudem Überflutungen nach Starkregenereignissen abgemildert werden. Der Schutz von Auwäldern steht damit in direkten Zusammenhang zum Schutz von gewässernahen Siedlungen.